Als Autorinnen der Interpellation «Coole Senioren imKlassenzimmer» vom 26.01.2009 hat uns natürlich die Veranstaltung«Zämme rede» der CVP mit dem Thema «Grosseltern : Achtung !Wichtig !» vom Montag, 9. November, sehr interessiert, insbesonderedas Referat von Frau Margaretha Müller-Frey aus Birsfelden über «SeniorInnenim Klassenzimmer». Heute leben wir im Durchschnitt sehr viel längerals früher und bleiben auch länger rüstig. Hier liegt viel Potential brach,Potential, das auch für die Schule nutzbar wäre. In Birsfelden gebenSeniorinnen und Senioren ihr Wissen an die junge Generation weiter,unterstützen die Lehrkraft, helfen beim Basteln, Begleiten bei Schulausflügenetc. Die Kinder erleben den Schulalltag entspannter, erhalten niederschwelligeHilfe und haben weniger Hemmungen, ihre Probleme einer älteren Personanzuvertrauen. Gerade bei Kindern aus anderen Kulturen können ältere Personenzur Integration beitragen. Die Verantwortung bleibt bei der Lehrkraft, dieTeilnahme ist für alle freiwillig, das Ganze ist kostenneutral. Ein Vertrag regelt dieZuständigkeiten, die Schweigepflicht nach Aussen ist garantiert. Frau Müllersprach von einer « win-win-win » Situation für alle drei Seiten:Kind, Lehrkraft und ältere Person.Schade, dass es in Reinach vorläufig keinentsprechendes Projekt gibt. Wir würden es uns für unsere Kinder wünschen.
Leserbrief zur KITA Weiermatten (ER Beschluss vom August 2009)
An der letzten Einwohnerratssitzung stand die Vorlage
für eine KITA (Kindertagesbetreuung) beim Schulhaus Weiermatten auf der
Traktandenliste. Wie in den Quartieren Aumatt und Reinacherhof soll auch im
Quartier Weiermatt ein Angebot mit Mittagstisch und ausserschulischer Betreuung
der Kinder angeboten werden. Das Bedürfnis ist unbestritten. Viele berufstätige
Eltern wären froh über ein solches Angebot. Damit möglichst bald eine Lösung
bereit steht, hat der Gemeinderat die Erstellung (Miete) eines Provisoriums
vorgeschlagen, weil sich in den bestehenden umliegenden Gebäuden kein geeigneter
Raum findet.
Gegen die Stimmen der SP Fraktion hat die Mehrheit des
Rates beschlossen, das Projekt so nicht zu bewilligen. Den einen war das
Provisorium zu teuer, anderen wäre auch ein dunkler Bereitstellraum ausreichend
erschienen - nicht nur für den Mittagstisch, sondern auch für die restliche
Betreuungszeit. Wieder andere wünschen sich eine gemeinsame Lösung mit der
Sekundarschule. Diese ist aber kurzfristig nicht realisierbar und wirft beim
Betrieb, den unterschiedlichen Bedürfnissen, den Zuständigkeiten und Kompetenzen
und auch bei der Finanzierung Probleme auf.
Die Mehrheit des Einwohnerrates verlangte mit weiteren
Anträgen, dass a) eine billigere Lösung gesucht, b) weiterhin im Quartier
geeigneter Raum gesucht, und c) eine Lösung zusammen mit dem Kanton angestrebt
wird. Kurzfristig kann so eine KITA Weiermatten nicht realisiert werden. Die
Leidtragenden sind die Eltern und Kinder. Wenn die Parteien vor den nächsten
Wahlen wieder vollmundig ihr Bekenntnis für Familie und Kinder auf ihre Fahne
schreiben, dann denken Sie vor dem Ausfüllen des Wahlzettels an diesen Entscheid
zurück und wählen Sie die richtige Partei.
Markus Huber
Es braucht eine KITA
Weiermatten - jetzt
Es braucht eine KITA
Weiermatten – falls daran je Zweifel bestanden, so haben es die über 300
Unterschriften gezeigt, die am Montag dem Einwohnerrat mittels einer Petition überreicht
wurden: gerade in diesem Quartier besteht ein starker Bedarf an
Kinderbetreuungsplätzen für berufstätige Eltern, weil wegen der Schulhäuser
gerade in dieses Quartier viele Familien ziehen. Dass die KITA Aumatt wegen der
dazwischen liegenden Hauptstrasse für diese Kinder nicht ideal ist, war von
Anfang an bekannt, aber zuerst galt es, die KITA in Reinach als Institution zu
etablieren. Jetzt steht der nächste Schritt an: ein dritter Standort im
Weiermatt-Quartier. Entsprechend habe ich sehr bedauert, dass der Vorschlag der
zuständigen SP-Gemeinderätin für ein kurzfristig realisierbares Provisorium vom
Einwohnerrat im August abgelehnt wurde. Was ist denn so schlimm an einem
Provisorium, selbst wenn es nicht gratis zu haben ist? Unsere Kinder sind
sicher der falsche Ort zum Sparen! Man kann damit ein Problem entschärfen und
Zeit zum Suchen einer dauerhaften Lösung gewinnen. Ausserdem erlaubt es,
wertvolle Erfahrungen zu sammeln, die das Endprojekt vielleicht sogar
verbessern.
Wenn nun aber das
„Scheitern“ der Vorlage 971 dazu beigetragen hat – wie es den Anschein macht –, dass sich alle
Beteiligten noch einmal zusammensetzen, um mit grösserer Kompromissbereitschaft
ein Projekt auszuarbeiten, das kostengünstig, rasch und einfach umzusetzen ist,
dann hat alles doch noch sein Gutes gehabt
Christine Dollinger
Mitwirkungsverfahren Taunerquartier – reden Sie mit!
DasMitwirkungsverfahren Taunerquartier läuft (und zwar noch bis zum 9. Oktober).Es geht dabei um das Aussehen unseres Ortskerns, und das sollte uns alle interessieren,auch wenn wir nicht selbst dort wohnen. Es ist nämlich in unserer allerInteresse, dass das Ortszentrum lebendig ist, denn das ist massgebend für ReinachsIdentität. Hier verdichtet zu bauen macht Sinn, damit möglichst viele Menschenan bester Lage leben können, in der Nähe von Läden, Schulen, Post und Tram,ideal, sowohl für ältere Leute wie auch für Familien. Jetzt haben wirGelegenheit mitzureden, Verbesserungsvorschläge zu machen, Anregungen zu geben.Man kann unterschiedlicher Meinung sein über das Aussehen – das ist letztlichGeschmacksache und ich frage mich auch, ob es denn immer Flachdachblöcke seinmüssen –, aber einfach nur gegen das vorgeschlagene Projekt zu sein, ist sicherkeine Lösung. Denn wenn wir unseren Grüngürtel behalten wollen, müssen wirverdichten, d.h. den vorhandenen Platz besser ausnutzen. Ein Ort muss sichweiterentwickeln, sonst ernten wir Stillstand. Gefragt sind konstruktiveVorschläge, wie man das Projekt optimieren, was man anders, besser machen kann.Jetzt hat die Bevölkerung das Wort, ergreifen Sie es, ein Schreiben an den Gemeinderat,Stichwort Mitwirkung Quartierplanung Taunerquartier reicht!