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Leserbrief zur Steuergerechtigkeits Initiative (Abstimmung vom 27.11.2010)

Ende November stimmen wir über die Steuergerechtigkeits-Initiative der SP ab. Es geht darum, dem unsäglichen Steuerwettbewerb der Kantone und Gemeinden um die allerreichsten Steuerzahler einen Riegel zu schieben. Unsere Verfassung bestimmt, dass Steuern aufgrund der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu entrichten sind. Diese Bestimmung ist richtig und fair. Doch für einige wenige in unserem Land gilt dies offensichtlich nicht. Sie spielen Kantone und Gemeinden gegeneinander aus und lassen sich dort nieder, wo ihnen das „beste Angebot“ gemacht wird. Dieser Wettbewerb ist besonders für Kantone und Gemeinden mit Zentrumsleistungen ruinös. Die SP Initiative sorgt für mehr Gerechtigkeit. Ab einem Netto-Einkommen von 250'000 Fr. wird ein Mindeststeuersatz von mindestens 22% und ab 2 Mio. Vermögen ein solcher von mindestens 0.5% erhoben  Davon ist nur 1% der Steuerzahler betroffen. Unterhalb dieser Betragsgrenzen sind Kantone und Gemeinden frei. Ihre Steuerhoheit ist nur unwesentlich tangiert. Es ist auch unwahrscheinlich, dass sich Vermögende wegen des für sie harmonisierten Steuersatzes nicht in der Schweiz niederlassen. Dieser ist und bleibt im internationalen Vergleich moderat. Es geht bei dieser Initiative nicht um mehr Steuereinnahmen, sondern um mehr Steuergerechtigkeit. Stimmen Sie am 28.11. JA, damit sich über Massen Reiche und Vermögende ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft nicht entziehen können

Markus Huber, SP Reinach

Abstimmungswochenende vom 26.9.2010

Rückblickend wars ein erfolgreiches und erfreuliches Abstimmungswochenende. Sanierung und Quartierplan "alter Werkhof" wurden überaus deutlich mit einem Stimmenverhältnis von 70:30 angenommen. Ebenso angenommen wurden die wichtigen kantonalen Vorlagen zu HarmoS, Sonderpädagogik und Bildungsraum Nordwestschweiz. Leider wurde die Revision der ALV gut geheissen. Ein verhängnisvoller Entscheid, besonders für die Jungen und die Älteren Arbeitnehmer. Es ist leider so, dass oft zu Lasten der Schwächeren entschieden wird. Ein Grund und Ansporn mehr, nicht locker zu lassen und für unsere Werte und Ziele einzustehen.

Markus Huber